Gedenke Dein

"Gedenke Dein"
"Ich denke dein…"
Letztes Flüstern in Goethes Sterben,
Christiana, Gedenken an langer Verbundenheit.
Letzter Hauch wehmütig, lächelnd Augen,
Doch voll, nicht schwindend - tiefer Innigkeit.

Doch ich, Du Liebe in der Gegenwärtigkeit,
Ich will nur mit tausend Fühlern,
Tastend Dich umarmen; gefolgt von
Der sehnend Lippen, Hände Zärtlichkeit.
Langsam wird wohl kommen, einmal
Der Gewohnheit Peinlichkeit.

Doch meine Augen liebevoll Dich umarmen
Bis der Trennung kommend Zeit.
"Gedenke Dein", wird gewiss
In meinen letzten Stunden,
Du mein Glück und Leiden, die
Erinnerung, Begleitung sein!

Autor: Reinhard Blohm-Genthin
 

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