Liebesgedichte

Liebesgedichte gibt es schon seit mehreren Jahrhunderten. Zwar geraten sie in unser schnelllebigen Welt mehr und mehr in Vergessenheit, dennoch erfreuen sich poetische Liebestexte insbesondere bei romantisch veranlagten Menschen noch immer großer Beliebtheit.

Es sind die Kleinigkeiten, die man dabei zwischen den Zeilen herausliest und das Hineininterpretieren des selbst erlebten, was ein Liebesgedicht für seinen Leser so gefühlvoll und aussagekräftig machen kann. Emotionen können dabei u.a. durch das geschickte Spiel der Wörter mit der Liebe und dem Liebeserleben an sich, mit der poetischen Umschreibung von Liebesempfindungen, der empfindsamen Skizzierung von Begegnungen zwischen Mann und Frau - in der Neuzeit auch von gleichgeschlechtlichen Paaren - oder nicht zuletzt durch die Verarbeitung eigener Liebesschmerzen hervorgerufen werden.

Die Liebeslyrik hat eine lange Reise hinter sich. Schon 1.000 v. Chr. tauchten in Japan erste Haikus auf, die die Liebe thematisierten. In westlichen Kulturkreisen verbreiteten sich Liebesgedichte erst im Mittelalter - damals noch in Form des Minnesang. Im Laufe der Epochen erfuhr die Liebeslyrik große Wandlungen. So zeichneten sich verschiedene sprachliche Auffälligkeiten ab und Stilmittel änderten sich ebenso rege wie die Motive und Denkweisen in den einzelnen Zeitabschnitten. Ob das Verarbeiten eigener Eitelkeiten, die bloße Selbstdarstellung, die Verschmelzung mit der Natur oder das Abschweifen ins Religiöse - die Poesie der Liebe änderte in der Renaissance, im Barock oder in der Sturm-und-Drang-Zeit mehrmals ihren Fokus. In der Gegenwart ist sie häufig geprägt vom Existentialismus und der Experimentierfreude der Poeten.

Wer nun seiner/seinem Liebsten eine poetische Freude machen möchte, der ist hier genau richtig. Neben modernen Liebesgedichten befinden sich in unserer Sammlung auch einige Werke der größten Dichter unserer Zeit. Um den Überblick so einfach wie möglich zu machen, haben wir alle Gedichte in Kategorien eingeteilt, die auf der rechten Seite zu finden sind.

Die neuesten Liebesgedichte

LIEBE IST...
(BEGEGNUNG mit dem Außerirdischen)"

Mein Begehr will mehr!
Obwohl die Sicht jetzt klar ist
Du weit weg und trotzdem nah bist.

Liebe - der ursprünglich reale Traum
vielleicht zu lange gebadet, in diesem Schaum!
Hab mich da irgendwie "verhaun"
in unserer beider Suchen nach Nähe und Raum.

Keine Beziehung, nicht Nullachtfünfzehn, die es immer wird.
Kompliziert, leidvoll, lehrend, ganz ok oder manchmal verheerend.

Meine BEGEGNUNG.
Immer wieder.
Trotz Abstand die gleiche Erregung.

Mit der klaren Sicht auf:

die Abenteuersuche "Raus aus dem Alltag",
die Gefühle von Begehrtheit,
den Spaß am Spiel,
die Macht und die Ohnmacht -
und meinen die "Liebe ist Sehnsucht"-Irrtum,

den Schwebezustand erhalten -
wie auf Wolken.
Trotz des Wissens
der Unbefriedigtheit -
leben und halten.

Sehnsucht, Vermissen, Wollen

Ist all das nicht,
zweifele ich, ob es Liebe ist.

Behalten, trotz klarer Sicht
Wenn das nicht Liebe ist?!

Autor: Molly MollKategorie: Moderne Liebesgedichte

Maschas Traum
Unterm Dache, warm bei Wind und Wetter,
träumend: Mascha. Ein Kastanienbaum,
vom Sturm gebeugter Vetter,
blickt durchs Fenster und in ihren Traum.

Weiß den Namen ihres Traumgestalters,
Mascha kennt nur sein Gesicht.
In Gestalt eines Zitronenfalters
folgt sie ihm ins Dunkel und ins Licht.

Seine Faust erblüht, die Bestie Tod.
Rosskastanie an das Fenster schlug der Wind.
Schaudernd Flügelkleid entkam mit knapper Not.
Vetters Blätterarm wiegt sanft das Kind.

Autor: Annelie KelchKategorie: Kurze Liebesgedichte

Unvollständige Bergung
Du brachtest ans Ufer
mein Haar, meine Augen,
voller Wasser: meinen Mund.

Im See zurück
blieb ein Herz;
voller Liebe zu dir.

Autor: Annelie KelchKategorie: Kurze Liebesgedichte
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